When you were young

Es ist schon so eine Sache. Man hat was vor, will es partout auch umsetzen, und trotzdem kommt nicht wirklich viel bei raus. Beispiele gefällig? Stichwort Blogeinträge. Oder, ganz frisch: Das Erledigen der Aufgaben für die Prüfungsvorleistung in Verkehrsmaschinentechnik. Eigentlich wollte ich das am Wochenende (um genau zu sein heute) fertig kriegen, und was ist geworden... Knapp zwei Drittel. Muss ich halt am Dienstag weitermachen.

Zum Thema Blog: Soviel Zeit muss jetzt einfach mal sein. Das ist ja kein Zustand, schau mir das neulich an, die letzten drei "Einträge" (sofern man das so nennen kann), haben eine Zeitspanne von rund einem Monat und einen "Gehalt", der gegen 0 tendiert. Hab ich gleich mal noch nen Vorsatz für 2007.

Was in den letzten Wochen und Monaten auf mich eingeprasselt ist, positiv wie negativ, geht unter keine Kuhhaut mehr. An dieser Stelle geht an erstmal an alle (die betroffenen werden sich angesprochen fühlen) ein dickes "Sorry" dafür, dass ich mich zuletzt scheinbar isoliert habe. Im Prinzip ist das Studium schon ein Vollzeitjob, dazu noch die Arbeit (irgendwo muss das Geld ja herkommen, wenns schon kein Bafög gibt!), und der ganze Rest haben meine "Freizeit" auf ein Mindestmaß schrumpgfen lassen. Dies soll keine Rechtfertigung sein, aber vielleicht zumindest der Versuch...

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"Nur das richtige Wort zur richtigen Zeit, nur ein kleines Licht in der Dunkelheit, der Moment, der uns wieder auf die Beine stellt...", kommt grad in diesem Moment aus der Konserve. Besser trifft es es glaube ich nicht! Ein Satz, der fast alles sagt. Im Prinzip suche ich nur noch nach kleinen Lichtern...

Eines gefunden habe ich gestern definitv beim Konzert der "Erfinder" dieses Satzes, Madsen. Ein unglaublich schönes intensives Anderthalbstündchen, Sprachlosigkeit danach allenthalben, zum Teil im wahrsten Sinne des Wortes. Seit gefühlten vier Monaten die Karte besessen, und jeder Tag der Vorfreude hat sich gelohnt.
Selbiges gilt erstaunlicherweise auch für den Gig von Die Happy am vergangenen Donnerstag. Mehr oder weniger nur überredet worden, dorthin zu gehen, aber keine Sekunde bereut. Ganz im Gegenteil, auch danach hat sich wirklich nach langer Zeit mal wieder ein Gefühl der "Glücklichkeit" eingestellt, ohne zu sterben...
Damit ist dann auch das Konzertjahr 2006 zu 99% abgeschlossen, eine ausführlichere Auswertung erfolgt nochmal separat zu gegebener Zeit.


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"Du willst noch mehr, noch ein bisschen mehr, du willst noch mehr von mir, dabei machst du mich kaputt [...] denn für dich bin ich nur ein Produkt." Schon wieder Madsen, schon wieder triffts den Nagel leider auf den Kopf. Aber ich habe meine endgülige Konsequenz draus gezogen, das Kapitel ist definitiv abgeschlossen, mit den unangenehmen Folgen muss ich jetzt klarkommen. Aber da habe ich mich selbst mit meiner Naivität reingeritten, also was soll ich mich beschweren. Resignation ist das falsche Wort, aber, sagen wir es so, ich habe an das Gute im Menschen geglaubt, und bin auf tragische Weise eines besseren belehrt worden.
Nachtreten bringt nichts, auch wenn ich es könnte, weil es dich sowieso nicht interessiert. Schade um die wunderschönen ersten anderthalb Jahre, aber alles, was danach kam, hatte nichts mehr damit zu tun, was es eigentlich sein sollte, eine Freundschaft, die auf Gegenseitigkeit beruhen sollte, ein Geben und Nehmen auf beiden Seiten, aber leider hast du nur genommen, und ich viel zu viel gegeben. Doch, Schwamm drüber. Ende Gelände. Es ist alles gesagt, ich habe fertig.

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"Ich weiß, ich habe versagt..." Ich bin, also bin ich. Ich habe es mir so ausgesucht, ich trage die Verantwortung dafür und kann mich eigentlich bloß entschuldigen, ich habe gedacht, ich kann es schaffen, habe mich aber überschätzt, anderes unterschätzt, und am Ende nur geschadet. Es tut mir einfach nur leid und hoffe einfach nur, dass noch irgendetwas zu retten ist. Auch wenn ich es ehrlich gesagt nicht mehr glaube. Leider. Eine Ursache, eine Wirkung, eine Kette der traurigen Art.

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Der Glaube versetzt ja angeblich Berge. Und beim etwas jüngeren Volk ist dies ja selbiger an den Weihnachtsmann. Ich hoffe nur, dass ich ihn nicht zu vielen genau in einer Woche zerstört habe, da man mich aus unerklärlichen Gründen gleich zweimal zur echten Weihnachtsmannimitation gebeten hat. Wenn das mal gut geht, ich kenne mich doch...
Abgesehen davon habe ich von Weihnachten ehrlich gesagt noch nicht allzu viel mitbekommen. Im Stress bin zwar nicht zu knapp, jedoch hat dies rein gar nichts mit dieser besonderen Zeit zu tun. Die großen Geschenke dem Online-Shopping sei Dank alle schon in "Sack und Tüten", die kleinen werd ich schon noch auch irgendwie besorgen können. Der Glaube versetzt ja Berge.

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Bleibt sonst noch irgendwas zu sagen? Ach ja, ein von Herzen kommendes "Danke!" an alle, die mir in dieser schweren Zeit zur Seite stehen und mich unterstützen (wollen), wo es nur geht. Ich glaube, sonst hätte ich schon längst kapituliert und würde nicht wenigstens so "hoffnungsfroh" in die Zukunft blicken, wie ich es jetzt gerade (noch) tue. Wenn ich mal die sieben Prüfungen im Febrauar ausblende...
Danke für eure Geduld, eure Zeit, eure aufmunternden Worte, einfach dafür, dass ihr da wart und seid. Nicht nur jetzt, sondern das ganze letzte halbe Jahr.

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Bleibt stark! Euch allen, Lesern wie Nichtlesern, Betroffene wie Nichtbetroffene, Freunde und Feinde, eine wunderschöne Restweihnachtszeit und wenigstens ein paar ruhige und besinnliche Tage. Lasst euch reich beschenken und macht einfach das Beste draus. Ich für meinen Teil probiere es zumindest auch.

Seid alle ganz herzlich gegrüßt und bis die Tage dann mal wieder.


Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

17.12.06 21:36

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lilly (23.12.06 17:39)
hee maiki....


vielen vielen lieben dank für das päckchen...damit hab ich ja mal überhaupt nicht gerechnet... und ich hab mich sehr gefreut.

frohes fest und ein paar besinnliche tage,
lilly

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